Palliativmedizin

Palliativmedizin

Seit seiner Niederlassung engagiert sich Herr große Bockhorn auch besonders in der palliativmedizinen Betreuung seiner Patienten.

Als ausgebildeter Palliativmediziner gründete er zusammen mit anderen besonders weitergebildeten Ärzten Anfang 2009 in Altenberge ein Palliativnetz.

An diesem PKD (Palliativmedizinischer Konsiliardienst) genannten Dienst nehmen vorwiegend Hausärzte, aber auch Ärzte anderer Fachrichtungen teil, die eine besondere Ausbildung zur Behandlung schwerstkranker und im Sterben liegender Patienten durchlaufen haben (Palliativmediziner). Palliativmedizin bezeichnet die Behandlung und ganzheitliche Betreuung von Patienten mit unheilbaren und weit fortgeschrittenen Erkrankungen. 

Ein Ziel der Palliativmedizinischen Betreuung ist es auch, Patienten in den letzten Tagen und Stunden ihres Lebens nicht aus ihrer gewohnten Umgebung herausreißen zu müssen und ihnen ein menschenwürdiges, möglichst schmerzfreies Sterben im Kreise ihrer Angehörigen und Freunde zu ermöglichen.

 

Ein weiterer Schwerpunkt der Palliativmedizinischen Betreuung ist sicherlich die Schmerztherapie mit all ihren Facetten. So ist es heute möglich, selbst schwerste Schmerzzustände binnen weniger Minuten effizient zu beseitigen.
Hierzu können sich die Palliativmediziner mittlerweile aus einem großen Sortiment modernster Medikamente und Applikationssysteme bedienen, deren Handhabung auch für den Patienten, die Angehörigen, aber auch die professionellen Pflegekräfte denkbar einfach gestaltet werden kann.  Von der klassischen Tablette, der Spritze bis hin zum einfach anzuwendenden Schmerzpflaster oder hochwirksamen Nasenspray reicht das Repertoire palliativmedizinischer Medikamente.
 
Neben der Schmerztherapie gibt es im Laufe einer lebensbedrohlichen Erkrankung aber auch immer wieder andere Symptome und Beschwerden , wie z.B. Atemnot, Angst, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Verstopfung, welche die Lebensqualität der Betroffenen deutlich einschränken. Auch diese Symptome können mit speziellem palliativmedizinischem Fachwissen behoben oder zumindest gelindert werden.

Die Behandlung der unterschiedlichsten Symptome ist jedoch nur eine Facette der Palliativmedizin. Im Mittelpunkt steht der Mensch, der neben medizinischer Versorgung auch auf pflegerische, psychosoziale und spirituelle Hilfe angewiesen ist. Hier koordiniert der PKD-Arzt die verschiedenen Professionen (Anleitung der Angehörigen, Pflegedienst, Seelsorger, Hospizkreis, Pflegeheim) und stellt die Kontakte zu den entsprechenden Ansprechpartnern her.

Nicht zuletzt gehört aber auch die Betreuung der Angehörigen zum palliativmedizinischen Konzept. So werden die Angehörigen frühzeitig über das Krankheitsbild und die zu erwartenden Symptome aufgeklärt, um Angst und Unsicherheit, die sich auf den Patienten übertragen erst gar nicht entstehen zu lassen. Auch die Trauerbegleitung ist ein wichtiger Bestandteil der palliativmedizinischen Versorgung, die über den Tod des Patienten hinaus weitergeht.